Felix Corner
06.10.2011 - 11:00 Uhr
Ruhe in Frieden Steve
Eine Liebeserklärung an Apple
Es war vorhersehbar und dennoch kam die Meldung heute morgen sehr überraschend: Einer der ganz großen Technologie Genies ist von uns gegangen.
Deswegen möchte ich mir hier die Zeit nehmen um meine Sympathie für diese Firma kundzutun. Und das obwohl ich wirklich mein Leben lang mit dem PC groß geworden bin.
Angefangen hat es mit dem PC bei uns in der Familie mit einem 386er mit 16 MHz und einer 20 MB Festplatte. Für das ein oder andere Adventure reichte das vollkommen, etwas grafikintensivere Spiele konnte man aber vergessen. Irgendwann hatte ich dann meinen eigenen PC. Einen 486er mit 50 MHz. Ein paar Jahre später folgte dann ein Pentium mit 90 MHz und dann auch Windows 95. Alles was ich gemacht habe, hab ich auf einem PC gemacht. Ok, mit alles ist zocken gemeint aber der PC war, mit den Konsolen, im Endeffekt meine Festung.
Erste Berührungen hatte ich im Jahre 2001 als einer meiner Freunde als erster einen iPod sein eigen nennen durfte. Der allererste mit dem Scrollrad was seinerzeit schon sehr innovativ in Sachen Benutzerführung war. Doch schnell hab ich das Gerät als zu teures Gimmick abgetan. Klar, 2001 hatte die CD auch noch einen ganz anderen Stellenwert und downloadbare Musik war noch ein Ding der Zukunft. Und wie es so oft ist, wenn etwas Neues da ist das man nicht so gut kennt und versteht, fällt es leichter sich darüber negativ zu äußern. Deshalb blieb ich auf jeden Fall erst mal etwas unbeeindruckt auch wenn das Gerät schon damals zu den schönsten Designs im Technologie-Bereich gehörte. Dass damals damit auch der neue Walkman und mit dem Namen iPod das heutige Synonym für MP3 Player geschaffen wurde, konnte noch keiner ahnen.
Was aber wirklich dann den iPod so gut gemacht hat war der iTunes Laden. Eine Platform die sich schnell durchsetzte und dsa downloaden von Musik einfach und bequem machte. Auch wenn längst nicht alles Gold ist was glänzt. Die Handhabung ist teils heute noch etwas umständlich, Drag & Drop ist nicht drin sondern man muss sich daran gewöhnen mit Listen zu arbeiten und dann immer neu zu synchronisieren. Dennoch es ist eben dieses Konzept von Hardware in Zusammenspiel mit der Software dass iPhone und Co. so gut macht. Bloß leider verstehen das viele Leute nicht. Die reine Hardware zu vergleichen bringt in dem Fall wenig.
2008 hab ich mir dann meinen ersten Mac geholt. Ein Notebook. Ich brauchte was portables das leicht ist und mit dem ich im Internet surfen und auch ein wenig arbeiten kann. Deswegen fiel meine Wahl auf das MacBook Air. Und was soll ich sagen? Nach knapp 2 Wochen waren meine Jahre am PC vergessen. Das hatte mich selbst total überrascht. Und das ganz einfach wegen der Verarbeitung des guten Stücks und vor allem wegen dem Betriebsystem. Natürlich kann jeder davon halten was er will aber für mich gibt es nichts besseres.
Und was hat das nun alles mit Steve Jobs zu tun? Alles. Der Mann war nun mal eine treibende Kraft hinter Apple. Der iPod ist DAS Musikabspielgerät, das iPad hat Tablets überhaupt erst auf die Karte gesetzt und iTunes, App Store und Co. haben die Branche revolutioniert und sind Wegbereiter denen viele anderen jetzt gerne hinterhereifern. Klar, sicherlich verdient Jobs nicht als einziger die Lorbeeren für diese Erfindungen da bei Apple unglaublich viele Menschen arbeiten aber er ist der Mann der dahinter stand und sie eben auf den Weg geschickt hat.
Ich habe heute schon einen Vergleich von Jobs mit Thomas Edison gelesen. Und zu erst habe ich den vom Tisch gewischt und mir gesagt dass das ja Unsinn ist weil Edison wirklich großes geleistet hat. Die Glühbirne zum Beispiel. Aber dann habe ich nochmal drüber nachgedacht. Edison hat Geräte erfunden die im heutigen Alltag Standard sind bzw. einfach Teil der Gesellschaft. Das trifft sicherlich in gewisser Weise auch auf Jobs zu der mit seiner Firma die Industrie ganz schön umgekrempelt und wegweisende Geräte auf den Markt gebracht hat. Ob diese zum Standard werden bzw. auch noch in etlichen Jahren so eine wichtige Rolle spielen, wird sich erst noch zeigen müssen.
In dem Sinne genügend geschwaffelt und danke für all die tollen Gadgets Herr Jobs. Ruhe in Frieden.

























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07.10.2011 16:31
das hat felix in seinen artikel auch sehr gut zum ausdruck gebracht. selbst der vergleich mit edision ist absolut berechtigt, denn wie felix schon sagte hat steve j. etwas erschaffen, dass heute zum alltag gerhört und in 10 jahren selbst von älteren herrschaften gebraucht werden wird.
es mag natürlich nach blasphemie klingen, wenn man steve jobs mit menschen wie edision (glühbirne), graham bell (telefon) oder wanckel (motor) in einem satz nennt. ab er in einigen jahren wird auch das völlig normal sein und einige (vor allem unsere generation) wird s.J. weitaus näher sein als edison.
wie gesagt...ich bin kein apple jünger, habe noch nie ein macbook bessesen und kann mit den tablet pc nichts anfangen. und doch ist ein mensch von uns gegangen, der kaum wie ein anderer unsere heutige zeit und kultur geprägt hat. deswegen....hut ab mr. jobs...i hope you have a woderfull cloud.